Google belohnt Verwendung von HTTPS

Man mag von Googles Umgang mit Userdaten nicht zwingend begeistert sein, einen Schritt in Richtung mehr Sicherheit im Internet macht der Branchenriese jetzt, der aus SEO-Sicht interessant ist. So wurde bestätigt, dass die Verwendung einer HTTPS-Verschlüsselung ein positives Rankingsignal darstellt. Google selbst nutzt diese sowohl für die Suche als auch für die Angebote „Gmail“ und „Drive“ bereits standardmäßig und belohnt nun Webmaster dafür, dies ebenfalls zu tun. Von Google heißt es dazu, man wolle das Internet sicherer machen. Überbewerten sollte man diesen Schritt jedoch nicht, so wird im Google Webmaster-Zentrale Blog darauf verwiesen, dass es sich um ein minimales Signal handele, das weniger als 1% der weltweiten Suchanfragen betreffe und einen geringeren Stellenwert habe als Signale wie qualitativ hochwertiger Inhalt. Es wird aber in Aussicht gestellt, dass dieses Signal in Zukunft möglicherweise stärker gewichtet werden könnte.
Nichtdestotrotz ist auch ein minimales Signal ein Rädchen im Getriebe des Google Algorithmus, an dem gedreht werden sollte, wenn bestmögliche Rankings erreicht werden sollen. Darüber hinaus ist es mehr als sinnvoll, die Besucher der eigenen Website bestmöglich zu schützen.

HTTPS Rankingsignal

Worauf muss ich bei der Implementierung von HTTPS achten?

HTTPS wird auch HTTP über TLS bzw. Transport Layer Security genannt. TLS ist übrigens auch heute noch weitaus bekannter unter der Vorgängerbezeichnung SSL (Secure Sockets Layer). Es handelt sich dabei um ein hybrides Verschlüsselungsprotokoll, das die Datenübertragung im Internet sicherer macht.

Folgende Aspekte sollten beachtet werden, wenn eine Website auf HTTPS umgestellt werden soll:

  • – Welches Zertifikat wird benötigt? Für eine Einzeldomain, für mehrere Domains oder ein Platzhalterzertifikat?
  • – 2048-Bit Schlüsselzertifikate sollten verwendet werden.
  • – Das Crawling einer HTTPS-Website sollte nicht durch die robots.txt-Datei blockiert werden.
  • – Die Indexierung der Seiten sollte möglichst gestattet werden und im Robots-Meta-Tag sollte der Wert „noindex“ nicht verwendet werden.
  • – Für Ressourcen auf derselben sicheren Domain sollten relative URLs verwendet werden.
  • – Für andere Domains sollten Protokoll-relative URLs benutzt werden.
  • – Es sollte überprüft werden, ob die eigene Website bzw. der dahinterstehende Server leistungsfähig genug ist. Eine Möglichkeit, um dies zu testen, bietet die folgende Testseite.

Wie sehr sich die Verwendung von HTTPS tatsächlich auf die Sichtbarkeit auswirkt, dürfte schwer nachzuvollziehen sein, zumindest solange diese minimal ist. Wenn Google aber sagt, dass es ein Rankingsignal ist und in Zukunft stärker gewichtet werden könnte, dann wäre es fahrlässig, diesen Hinweis nicht ernst zu nehmen. Ganz zu schweigen vom Sicherheitsaspekt selber.

This entry was posted in Allgemein, Google, SEO, Sicherheit and tagged , , , , . Bookmark the permalink.

Leave a reply